Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Er erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz und mahnt dazu, die Erinnerung an Verfolgung, Entrechtung, Deportation und Ermordung wachzuhalten.
Auch in Elmshorn hat dieses Gedenken einen festen Platz. Unter dem Titel „Gegen das Vergessen“ setzen die Stadt Elmshorn, die weiterführenden Schulen, die Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Elmshorn“ und Engagiert in Elmshorn e. V. seit vielen Jahren gemeinsam ein Zeichen der Erinnerung.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem junge Menschen. Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus, mit den Schicksalen verfolgter Menschen und mit der Frage, was Erinnerung heute bedeutet. Aus ihrer Auseinandersetzung entstehen Theaterstücke, Musik, Texte, szenische Beiträge und persönliche Perspektiven, die Geschichte greifbar machen.
Gerade diese Beteiligung macht das Gedenken so wertvoll. Denn Erinnerung bleibt nicht lebendig, weil Daten in Kalendern stehen. Sie bleibt lebendig, wenn Menschen Namen, Geschichten und Schicksale sichtbar machen. Wenn sie fragen: Was ist damals geschehen? Wie konnte es so weit kommen? Und was folgt daraus für unser Handeln heute?
Die Stolpersteine in Elmshorn leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie holen Erinnerungen mitten in den Alltag zurück – vor Häuser, auf Gehwege, an Orte, an denen Menschen gelebt haben, bevor sie verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Sie erinnern daran, dass hinter jedem Namen ein Leben stand.
„Gegen das Vergessen“ ist deshalb mehr als eine jährliche Veranstaltung. Es ist ein Auftrag an die Gegenwart.
Gedenken bedeutet, hinzusehen. Es bedeutet, Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht unwidersprochen stehen zu lassen. Es bedeutet, Demokratie, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander aktiv zu schützen.
Denn Geschichte ist nicht nur Vergangenheit. Sie stellt uns bis heute eine Frage: Was tun wir, damit sich Ausgrenzung, Hass und Gewalt nicht wiederholen?
Elmshorn gibt darauf eine klare Antwort: erinnern, zuhören, lernen – und gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Den Flyer mit detaillierten Programminformationen des letzten Gedenktages können Sie sich hier herunterladen:
